Roadshow organisieren: Ablauf, Städte-Auswahl & Kosten
Nicht die Kunden zum Event holen, sondern das Event zu den Kunden bringen: Wie Sie eine B2B-Roadshow planen – von der Städte-Auswahl bis zur Reiselogistik des tourenden Teams.
Ein zentrales Kundenevent hat ein Problem: Wer weit weg sitzt, kommt nicht. Die Roadshow dreht das um – Sie bringen Ihr Format in mehrere Städte und treffen die Zielgruppe dort, wo sie ist. Das erhöht die Teilnahme deutlich, verlangt aber saubere Planung: gleiche Qualität an jedem Stopp, bei ständig wechselnder Location und einem Team, das jeden Tag woanders auftritt. Dieser Leitfaden zeigt, wie das gelingt.
Wann sich eine Roadshow lohnt
- Produkteinführung: Neues Produkt regional erlebbar machen – mehrfach, statt einmal zentral.
- Kundengewinnung: Niedrige Hürde – zwei Stunden am Abend statt Tagesreise.
- Partner- & Händlerbindung: Vertriebspartner in ihrer Region abholen.
- Recruiting & Employer Branding: in mehreren Hochschulstädten präsent sein.
- Nach Übernahmen oder Rebranding: neue Positionierung persönlich in die Regionen tragen.
Die Städte-Auswahl: Kundendichte schlägt Einwohnerzahl
Der häufigste Fehler ist, einfach die größten Städte zu nehmen. Entscheidend ist, wo Ihre Zielgruppe tatsächlich sitzt – analysieren Sie Kunden- und Interessentendaten nach Postleitzahlen. Weitere Kriterien:
- Einzugsgebiet: Gäste kommen für einen Abendtermin maximal etwa eine Stunde weit.
- Erreichbarkeit: Bahnhofsnähe und Parkplätze entscheiden über Zusagen.
- Route: Städte in sinnvoller geografischer Reihenfolge – keine Zickzack-Touren.
- Anzahl: Drei bis sechs Stationen sind bewährt – mehr überlastet das Team.
Roadshow planen: 7 Schritte
- Ziel & Kernbotschaft festlegen: Was soll an jedem Stopp identisch hängen bleiben?
- Städte & Route definieren: nach Kundendichte, in fahrbarer Reihenfolge.
- Termine setzen: gleicher Wochentag und gleiche Uhrzeit je Stopp schafft Routine – Ferien und regionale Feiertage prüfen.
- Locations buchen: vergleichbare Größe und Ausstattung an jedem Ort, damit das Format überall funktioniert.
- Technik & Material planen: entweder mitreisendes Set oder überall gleiche Technik vor Ort – plus Transport zwischen den Stationen.
- Einladungsmanagement je Stadt: eigene Gästeliste, eigene Einladung, persönliches Nachfassen pro Standort.
- Reiselogistik fürs Team: Anreise, Hotels, Transfers und Puffer – der Punkt, der über die Nerven entscheidet.
Der kritische Punkt: die Reiselogistik
Bei einer Roadshow reist ein kleines Team wochenlang von Stadt zu Stadt – und muss trotzdem jeden Abend voll da sein. Das gelingt nur mit durchdachter Logistik:
- Hotels in Laufnähe zur Location – nach einem langen Abend zählt jeder Meter.
- Gebündelte Buchungen für das ganze Team statt Einzelreservierungen.
- Umbuchbare Tickets: Bei Roadshows verschiebt sich fast immer etwas.
- Puffer zwischen den Stationen: Abbau, Fahrt und Aufbau brauchen realistisch Zeit.
- Ein Ansprechpartner für alles – nicht fünf Buchungsportale und zehn Rechnungen.
Genau hier liegt unser Vorteil: Wir sind Reiseprofis und organisieren Events. Wie das grundsätzlich zusammenspielt, lesen Sie in Corporate Event mit Reise; die Buchungsseite deckt Geschäftsreise buchen lassen ab.
Was kostet eine Roadshow?
- Pro Station (Location, Technik, Catering): häufig 3.000–10.000 €, je nach Gästezahl und Anspruch.
- Reisekosten des Teams: Bahn/Flug, Hotels, Transfers über die gesamte Tour.
- Material & Transport: Messebau-Elemente, Technik, Give-aways.
- Faustregel: 150–400 € pro Gast – und damit oft günstiger als ein zentrales Großevent, zu dem alle anreisen müssten.
Qualität an jedem Stopp sichern
- Standardisiertes Setup: gleicher Ablauf, gleiche Präsentation, gleiche Materialien – nur die Location wechselt.
- Checkliste je Station: Aufbau, Technik-Check, Ansprechpartner vor Ort, Ablaufzeiten.
- Regionale Note: lokale Referenzen oder ein regionaler Gast machen aus dem Standardformat einen persönlichen Termin.
- Feedback nach jedem Stopp: kurz auswerten und bis zur nächsten Station nachschärfen.
Häufige Fragen
Was ist eine Roadshow?
Eine Veranstaltungsreihe mit demselben Format in mehreren Städten – das Unternehmen kommt zur Zielgruppe statt umgekehrt.
Wie viele Städte?
Drei bis sechs Stationen sind bewährt; ausgewählt nach Kundendichte, nicht nach Stadtgröße.
Was kostet sie?
3.000–10.000 € pro Station plus Reisekosten; als Faustregel 150–400 € pro Gast.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Orientierung. Kostenangaben sind grobe Richtwerte und hängen stark von Städten, Locations, Gästezahl und Aufwand ab.
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Mehrere Städte, ein reibungsloser Ablauf?
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